Nachhaltiges Bauen

CO2-armer Beton ist schon heute mit weniger Portlandzement möglich

RE
Redactie
28 aug 2026 · 1 Min. Lesezeit

Die Betonproduktion verursacht einen erheblichen Teil der weltweiten CO2-Emissionen, vor allem wegen des Portlandzements. Dennoch braucht es keine völlig neue Technologie, um diese Emissionen zu senken: Viele Lösungen stehen schon heute zur Verfügung und lassen sich im Baualltag umsetzen.

Weniger Zement, gleiche Leistung

Der größte Effekt liegt in der Reduzierung des Portlandzements im Gemisch. Ein Teil davon kann durch alternative Bindemittel wie Hüttensand oder Flugasche ersetzt werden. Diese Zementersatzstoffe erreichen vergleichbare Festigkeitseigenschaften, jedoch mit einem deutlich geringeren CO2-Fußabdruck.

Angepasste Arbeitsweisen

Auch die Art der Aushärtung bietet Verbesserungspotenzial. Einige praktische Maßnahmen sind:

  • längere Aushärtungszeiten zulassen, damit Gemische mit weniger Zement dennoch die geforderte Festigkeit erreichen;
  • Wärme einsetzen, um den Aushärtungsprozess zu unterstützen;
  • die Betonfestigkeit auf die tatsächliche Belastung abstimmen und Überdimensionierung vermeiden.

Ein bewussterer Umgang mit der erforderlichen Festigkeitsklasse spart oft schon viel Material und damit CO2, ohne die konstruktive Sicherheit zu gefährden.

Weiterführende Lösungen

Neben diesen unmittelbar umsetzbaren Anpassungen gibt es Techniken, die die Reduktion weiter vorantreiben. Geopolymerbeton kommt ohne herkömmlichen Portlandzement aus und kann die Emissionen stark senken. Zudem gewinnt die Speicherung von CO2 im Beton an Bedeutung: Das Gas wird dabei im Material gebunden, was eine zusätzliche Reduktion bewirkt.

Für die Baubranche bedeutet das: Nachhaltigeres Bauen muss nicht auf künftige Innovationen warten. Mit einer Kombination aus bewusster Materialwahl, angepassten Entwürfen und intelligenten Ausführungsmethoden können Bauherren und Auftragnehmer schon heute konkrete Schritte zu geringeren CO2-Emissionen gehen.

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